Kalte Knoten in der Schilddrüse: Ursachen, Symptome und Behandlung


Ein kalter Knoten in der Schilddrüse ist häufig ein Zufallsbefund und zählt zu den häufigsten Veränderungen dieses Organs. Viele Betroffene suchen nach einer klaren Einordnung: Was bedeutet ein kalter Knoten, ist er gefährlich und wann ist eine Behandlung von Schilddrüsenknoten oder sogar eine Operation notwendig? Dieser Überblick beantwortet die wichtigsten Fragen zu kalten Schilddrüsenknoten und zeigt auf, welche modernen Therapieoptionen heute zur Verfügung stehen.



Persönliche Beratung bei kalten Knoten in der Schilddrüse

Ein kalter Knoten in der Schilddrüse kann Beschwerden verursachen – eine Operation ist jedoch nicht immer nötig.
Die geeignete Therapie hängt bei vielen Patienten von der Art des Knotens, seiner Grösse, dem Wachstum und möglichen Beschwerden ab. Die Thermoablation bietet eine sanfte, minimalinvasive Behandlungsoption– ein minimalinvasives Verfahren, das gezielt Knoten schrumpfen lässt, ohne die Schilddrüsenfunktion zu beeinträchtigen. Besonders bei einem Adenom in der Schilddrüse bietet diese Methode eine sichere und moderne Lösung. Ich, Dr. med. Susanne Constantinescu, berate Sie gerne zu den besten Therapiemöglichkeiten für Ihre Schilddrüse. Kontaktieren Sie uns für Fragen oder eine Behandlung! Vereinbaren Sie jetzt einen Termin, um mehr zu erfahren und Ihre optimale Behandlung zu finden!


In der Schilddrüse kalte Knoten: Was ist das?

Kalter Knoten Schilddrüse Ultraschallbild mit schwarzem Hintergrund

Kalte Knoten in der Schilddrüse sind Veränderungen des Schilddrüsengewebes, die kein oder kaum Iod aus der Blutbahn aufnehmen. Da sie hormonell inaktiv sind, verursachen kalte Knoten keine Schilddrüsen­überfunktion, also keine vermehrte Ausschüttung von Schilddrüsenhormonen. Beschwerden entstehen daher nicht durch hormonelle Veränderungen, sondern können bei zunehmender Grösse durch Druck auf umliegende Strukturen wie Speise- oder Luftröhre auftreten. Sie unterscheiden sich damit von warmen und heissen Knoten, die eine normale oder gesteigerte Stoffwechselaktivität zeigen.

  • Heisse Knoten der Schilddrüse nehmen verstärkt Iod auf und produzieren unkontrolliert Hormone. Solche Knoten können eine Schilddrüsen-Überfunktion auslösen, die sich z. B. durch Nervosität, Herzklopfen, Gewichtsverlust oder Schlafstörungen äussert.
  • Warme Knoten weisen eine normale Stoffwechselaktivität auf und führen weder zu einer Über- noch zu einer Unterfunktion.

Da Ärztinnen und Ärzte bei grösseren Knoten oder operativen Eingriffen die Anatomie der Schilddrüse genau kennen müssen, berücksichtigen sie auch die Lage der benachbarten Nebenschilddrüsen. Diese regulieren den Kalziumhaushalt über das Hormon Parathormon, eine relevante Funktionsstörung ist im Zusammenhang mit kalten Schilddrüsenknoten jedoch selten.

Kalter Knoten oder Adenom der Schilddrüse – wo liegt der Unterschied?

Viele kalte Knoten lassen sich als Adenome der Schilddrüse einordnen. Dabei handelt es sich um gutartige Neubildungen des Schilddrüsengewebes. Allerdings ist nicht jeder kalte Knoten automatisch ein Adenom, da auch Zysten oder narbige Veränderungen hormonell inaktiv sein können. Für die weitere Behandlung ist diese Unterscheidung relevant.

Ist ein kalter Knoten in der Schilddrüse gefährlich?

Die meisten kalten Knoten der Schilddrüse sind gutartig und bleiben lange unbemerkt, da sie häufig keine Beschwerden verursachen. 

Nur in etwa 1–2% der Fälle ist ein kalter Knoten bösartig und damit potenziell gefährlich. Dennoch gilt jeder kalte Knoten als abklärungsbedürftig. Für die Risikoeinschätzung sind unter anderem die Grösse des Knotens, sein Wachstum, auffällige Merkmale im Ultraschall sowie gegebenenfalls die Ergebnisse einer Feinnadelbiopsie entscheidend. Auf Basis dieser Untersuchungen lässt sich in der Regel zuverlässig beurteilen, ob eine regelmässige Kontrolle ausreichend ist oder eine gezielte Behandlung empfohlen wird.

Person erfühlt kalten Knoten in der Schilddrüse


Symptome von kalten Knoten

Farbige Illustration der Schilddrüse im Vordergrund

Viele kalte Schilddrüsenknoten bleiben lange unbemerkt. Wenn sie wachsen, können folgende Beschwerden auftreten:

  • Druckgefühl oder Engegefühl im Hals
  • Schluckbeschwerden
  • Heiserkeit oder anhaltender Räusperzwang
  • Atemnot bei grossen kalten Knoten in der Schilddrüse

Da kalte Knoten keine Hormone produzieren, treten keine Symptome einer Schilddrüsen-Überfunktion auf.


Ursachen von kalten Schilddrüsenknoten

Die Ursachen für kalte Schilddrüsenknoten sind vielschichtig und können sowohl durch äussere Einflüsse wie einen Iodmangel in der Ernährung als auch durch strukturelle oder genetische Faktoren bedingt sein.

  • Iodmangel: Viele europäische Länder, darunter auch die Schweiz, gelten als Iodmangelgebiete. Dieses essenzielle Spurenelement ist unerlässlich für die Produktion der Schilddrüsenhormone T3 und T4. Bei einer Unterversorgung reagiert die Schilddrüsen mit verstärktem Wachstum, um mehr Iod aus dem Blut aufzunehmen, was zur Bildung von Knoten führen kann. Dieser Prozess wird teilweise durch eine erhöhte Ausschüttung des Thyreoidea-stimulierenden Hormons (TSH) durch die Hypophyse gesteuert.
  • Regressive Veränderungen: Degenerative Prozesse wie Fibrosierungen, Verkalkungen oder lokale Einblutungen können zur Entstehung kalter Knoten beitragen.
  • Zystenbildung: Flüssigkeitsgefüllte Hohlräume in der Schilddrüse können als kalte Knoten auftreten, sofern sie keine Schilddrüsenhormone produzieren.
  • Entzündungsreaktionen: Chronische Entzündungen, insbesondere die Hashimoto-Thyreoiditis, können das Schilddrüsengewebe schädigen und so die Bildung kalter Knoten begünstigen.
  • Genetische Faktoren: Bestimmte genetische Veränderungen erhöhen das Risiko für die Entstehung von Schilddrüsenknoten, selbst wenn eine ausreichende Iod-Versorgung besteht.

Diagnose von kalten Schilddrüsenknoten

Die Abklärung eines kalten Knotens in der Schilddrüse erfolgt durch verschiedene Verfahren. Ziel ist es, die funktionelle Aktivität, die Gewebestruktur und mögliche Auffälligkeiten zu beurteilen und den Knoten gegebenenfalls als gutartiges Adenom der Schilddrüse einzuordnen.

  • Ultraschall: Beurteilung von Grösse, Lage und Beschaffenheit des Knotens. Bestimmte Ultraschallmerkmale können Hinweise auf gutartige oder auffällige Veränderungen geben.
  • Szintigraphie: Zeigt, ob der Knoten Iod aufnimmt (heisser oder kalter Knoten) und ist entscheidend für die funktionelle Bewertung.
  • Feinnadelbiopsie: Entnimmt Gewebe zur Abklärung einer bösartigen Veränderung.
  • Blut-Untersuchung: Bestimmt die Schilddrüsenhormone T3, T4 und TSH, um die Gesamtfunktion der Schilddrüse zu beurteilen.
Ärztin untersucht Patientin auf kalte schilddrüsenknoten


Kalte Knoten in der Schilddrüse: Behandlung

Nicht jeder kalte Knoten in der Schilddrüse muss behandelt werden. In vielen Fällen ist zunächst eine regelmässige Kontrolle ausreichend. Eine Behandlung wird in der Regel dann empfohlen, wenn der Knoten an Grösse zunimmt, Beschwerden verursacht oder die Diagnostik auffällige Befunde zeigt. Die Wahl der Behandlung hängt dabei von der Grösse des Knotens und den verursachten Beschwerden ab.

  • Medikamentöse Therapie: Schilddrüsenhormone und Iodpräparate können bei kleinen, symptomfreien Knoten eingesetzt werden, um deren Wachstum zu hemmen. Diese Methode ist jedoch bei grösseren oder beschwerdeauslösenden Knoten in der Regel nicht effektiv.
  • Operation: Wenn ein erhöhter Krebs-Verdacht besteht oder lokale Symptome wie Schluckbeschwerden oder Atemnot auftreten, erfolgt in der Regel eine chirurgische Entfernung des Knotens. In einigen Fällen wird die Schilddrüse vollständig entfernt (Thyreoidektomie), was eine Narbe am Hals hinterlässt. Der invasive Eingriff birgt Risiken wie Narkose und mögliche Verletzungen der Stimmbandnerven.
  • Thermoablation: Diese moderne, minimalinvasive Methode hat sich als sichere und unkomplizierte Alternative zur klassischen Operation etabliert. Sie eignet sich besonders für gutartige kalte Knoten und bietet eine einfache, risikoarme Möglichkeit, das knotige Gewebe gezielt zu behandeln.

Jede dieser Behandlungsoptionen wird individuell an die Bedürfnisse des Patienten angepasst, basierend auf der Grösse, den Symptomen und dem Risiko, dass der Schilddrüsenknoten bösartig sein könnte.

Thermoablation: Die schonende Alternative zur Operation

Animation einer Thermoablation bei Schilddrüsenknoten

In vielen Fällen kann eine Operation bei einem Adenom der Schilddrüse durch innovative Verfahren wie die Thermoablation vermieden werden. Dabei handelt es sich um eine minimalinvasive Behandlungsmethode, die ohne Vollnarkose auskommt und sich insbesondere für gutartige, kalte Knoten eignet. Mit gezielter Hitze wird das veränderte Gewebe des Knotens zerstört und nach und nach vom Körper abgebaut. Bereits nach drei Monaten lässt sich eine Volumenreduktion um 50-60 % beobachten.


Vorteile der Thermoablation in der Schilddrüse: Schonende Behandlung für Adenome

  • Keine Vollnarkose erforderlich: Eine lokale Betäubung genügt.
  • Kurze Behandlungsdauer: Der Eingriff dauert nur wenige Minuten und ist meist ambulant.
  • Schnelle Erholung: Patienten können sofort in ihren Alltag zurückkehren.
  • Erhalt des gesunden Schilddrüsengewebes: Da nur die kalten Knoten behandelt werden, ist keine Hormonersatztherapie notwendig.
  • Minimale Narbenbildung: Der kleine Hautschnitt hinterlässt eine fast unsichtbare Narbe.
  • Hohe Erfolgsquote: Eine Reduktion des Knotenvolumens von bis zu 90 % nach einem Jahr ist möglich.
  • Geringe Nebenwirkungen: Der minimalinvasive Eingriff birgt kaum Risiken

Kalte Schilddrüsenknoten ohne Operation behandeln: Thermoablation in Bern

Kalte Knoten in der Schilddrüse sind meist gutartig und erfordern nur in bestimmten Fällen eine Behandlung. Besonders bei einer vergrösserten Schilddrüse oder bei grösseren Knoten kann die Behandlung notwendig werden. In solchen Fällen stellt die Thermoablation eine schonende und effektive Alternative zur klassischen Operation dar. Diese Methode bietet hohe Wirksamkeit bei minimalen Risiken und einer schnellen Genesung und stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen dar. Sie erweitert das therapeutische Spektrum erheblich, insbesondere bei Adenomen der Schilddrüse und Schilddrüsenzysten.

Dr. med. Susanne Constantinescu beim Beratungsgespräch


Trotz ihrer zahlreichen Vorteile ist es wichtig, dass ein Facharzt vorab prüft, ob diese Methode für Sie geeignet ist, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. In unserer Praxis im Herzen von Bern setzen wir seit Jahren erfolgreich auf die Thermoablation, die besonders für Adenome der Schilddrüse geeignet ist. Haben Sie Fragen oder möchten mehr erfahren? Kontaktieren Sie uns und lassen Sie sich individuell beraten!


Quellen, Links und weiterführende Literatur